Meine Meinung zum… … Haushaltjahr 2017

Einstimmig beschloss der Gemeinderat am 31. Januar den Niederauer Haushaltplan für 2017.
Meiner Meinung nach spiegelt er auch in diesem Jahr wieder unsere gewünschte Gemeindeentwicklung.

Die uns vom Gesetz festgeschriebenen Pflichtaufgaben, wie die Kinderbetreuung vom Krippenalter bis zum Hort, der Brand- und Gefahrenabwehr sowie die Sorge für Ordnung und Sicherheit in unserer Gemeinde benötigen den allergrößten Teil der uns zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel.

Durch den Freistaat wird der Gemeinde Niederau 2017 eine erhöhte Schlüsselzuweisung von 1,03 Millionen Euro zu teil, mit der Kreisumlage 2017 in Höhe von 1,16 Millionen Euro sind diese Zuweisungen jedoch nur ein „Durchlaufposten“.
Trotzdem werden wir die begrenzten Mittel effizient und zukunftsorientiert einsetzen.

Die Verbesserung der Infrastruktur, mit Erhalt bzw. Neugestaltung von Straßen, Plätzen, Wegen, Trauerhallen, Fuß- und Radwegen sowie die immer wichtiger werdende Breitbandversorgung nehmen einen wichtigen Platz ein.

Die stete Ausbildung unserer Rettungskräfte für die Abwehr bei Brand, Havarie, Umweltschäden und zur optimalen Hilfeleistung bei Mensch, Tier und Sachgütern verdient unser Augenmerk.
Fördermittel durch Land und Kreis haben sich seit 2016 auf Feuerwehrgerätehäuser und Fahrzeuge beschränkt, der Erwerb aller weiteren dringend benötigten Ausrüstungsgegenstände muss und wird die Gemeinde selbst finanzieren.

Die demografische Entwicklung macht auch um Niederau keinen Bogen, auch wenn die Nähe zu Dresden, Meißen und Weinböhla den Bevölkerungsrückgang sehr langsam von statten gehen lässt.
Mein Ziel ist es dies zu stoppen und durch Zuzug und durch wohnliche Möglichkeiten zu verhindern, dass sich unsere jungen Niederauer woanders niederlassen müssen.
Auch wäre es mein Wunsch, wenn ältere und auf Pflege angewiesene Bürger unserer Gemeinde ihr Dorf nicht verlassen müssten. Um eine solche Betreuungsmöglichkeit werde ich mich bemühen, auch wenn es durch markttaktische Analysen schwer wird.

Das Jahr 2017 soll der Schaffung von rund 50 zusätzlichen Kindergartenplätzen dienen. Somit soll schon jetzt der angespannten Versorgungslage und des durch Zuzug weiter verschärfenden Bedarfs an Betreuungsplätzen entgegen gewirkt werden.
Im Jahr 2018 sollen laut Planung in Ockrilla durch Umbau rund 15 neue Krippenplätze geschaffen werden.
Wenn wir die geplanten Außenanlagen an der Grundschule einbeziehen, sind zur Lösung dieser wichtigen Problematik rund 800.000 Euro veranschlagt, wovon rund die Hälfte durch den Gemeindehaushalt bereitgestellt wird.

Der stete Schuldenabbau wird in jedem Haushalt besondere Beachtung zu teil, die pro Kopfverschuldung von derzeit rund 159 € soll bis 2018 auf 71 € getilgt werden.
Der grundhafte Straßenausbau im Ring der Einheit, welcher für 2019/2020 geplant ist, könnte auf Grund seines Umfanges von rund 800.000 Euro nochmal zu einer Kreditaufnahme führen.
Wie hoch eine neue Kreditaufnahme ausfällt, hängt ab vom Eigenkapital, Fördermitteln und der Genehmigungen unserer zuständigen Genehmigungsbehörde ab.

Natürlich werden wir auch unsere kulturellen Zentren erhalten und wo möglich weiterentwickeln. Das Waldbad mit Campingplatz, der Gellertberg und unser einmaliges Schlossareal bringen unseren Bürgern und ihren Gästen Freude und Entspannung und sind ein Baustein, um sich auf dem Land und in unserer Gemeinde im Speziellen wohl zu fühlen.

Ich glaube, dass die Verwendung der uns zur Verfügung stehenden Mittel für das Jahr 2017 verantwortungsvoll und mit Bedacht zur Lösung unserer anstehenden Aufgaben verplant sind.

Ihr
Bürgermeister

Niederau, den 06.02.2017