Pizza fertig belegt

Klasse 4a: Pizzeria Hort Niederau

Schon lange stand in der 4a der Grundschule Niederau fest: Wir wollen gemeinsam kochen.

Als dann endlich ein passendes Datum gefunden wurde, stellte sich noch die Frage: Was wollen wir kochen. Zur Wahl standen Pizza und Suppe. Den Ausgang der Wahl war recht eindeutig. Also stellten wir uns eine Frage:

Was gehört auf eine gute Pizza? Alles, was von mindestens drei Kindern gewünscht war, sollte gekauft werden. Letzten Endes schafften es so Soße, Tomaten, Käse, Mais, Salami, Würstchen, Brokkoli, Röstzwiebeln, Pilze und saure Gurken auf die Liste.

Die Aktion teilten wir in auf zwei Tage auf. Am Montag, den 17.01.22 bereiteten wir den Teig zu. Schnell schnitten wir den Brokkoli und kochten diesen, damit er am nächsten Tag bereit ist. Die Kinder teilten sich unterdessen in drei Gruppen auf und bekamen Milch, Mehl, Hefe, Salz, Zucker und eine mündliche Erklärung, wie man einen Hefeteig macht. Ich verkündete laut: Hefeteig ist Gefühlssache, darum gibt es heute kein Rezept. Die Kinder erwärmten also vorsichtig etwas Milch, bröckelten den Hefewürfel hinein und fügten Mehl, etwas Salz und etwas Zucker hinzu. Sie waren irritiert, wie viel Mehl in den Teig hineingehört, bis ein großer, geschmeidiger Teig entsteht, der nicht mehr sofort an den Händen klebt. Zugedeckt und warmgestellt, verbrachten die Hefeteige dann die Nacht in meinem Büro.

Am Dienstag ging es dann weiter. Diesmal mit Unterstützung von Frau Haase (unserer Auszubildenden) und Frau Kölitz (unserer Praktikantin), welche auch am Montag schon dabei war. Die Gruppen schnappten sich ihre Hefeteige, die alle super aufgegangen waren. Dann ging es hinunter in die Küche. Zuerst wurden die Zutaten vorbereitet. Die Tomaten, Würstchen, Gurken und Pilze mussten noch geschnitten werden. Jede der Zutaten kam in eine Schüssel. Auch die Tomatensoße wurde extra angerührt. Als die Vorbereitungen abgeschlossen waren, widmete sich jede Gruppe ihrem Teig. Dieser musste noch einmal gut durchgeknetet, ausgerollt und in gleichgroße Teile geteilt werden. Nachdem das vollbracht war, ging es dann ans Belegen. Zuerst die Soße und dann konnte sich jeder bei den Sachen bedienen, die er mochte. Die Devise war hier: Jeder kann nehmen was er mag und so viel er mag – aber man muss beachten, dass für jeden der möchte, noch etwas übrig sein soll. Das hat auch super funktioniert. Am Ende blieb von jeder Zutat noch ein kleiner Rest übrig (bevor es in den Mündern der Kinder verschwand). Zuletzt wurden die Pizzen noch mit ordentlich Käse bestreut.

Damit während des Backens keine Langeweile aufkam, wurde der Tisch gedeckt, der Müll rausgebracht und schon einmal der Arbeitsplatz aufgeräumt. Danach konnte dann endlich jeder den Erfolg seiner Arbeit genießen und in der Küche kehrte eine gefräßige Stille ein.

Mit vollem Bauch wurde dann noch abgewaschen, aufgeräumt und gefegt.

Ich freue mich, dass unsere Kochaktion so gut funktioniert hat. Ein großer Dank geht an Frau Haase und Frau Kölitz für die Hilfe, sowie an die Kinder für ihre fleißige Mitarbeit und ihr gutes Gefühl beim Herstellen des Teiges.

Wie es aussieht, werden wir uns in der 4a als nächstes den Suppen widmen.

J. Richert