Meine Meinung zum… … Jahr 2018

Ein bewegtes Jahr neigt sich dem Ende. Der Orkan Friedericke im Januar schlug eine Schneise der Verwüstung auch durch den Oberauer Forst. Tausende Bäume, viele davon im stattlichen Alter, wurden entwurzelt und die Gemeinde war gezwungen, mehrere Monate die Waldwege zu sperren.

Das gesamte Jahr 2018 war das wärmste und trockenste seit Beginn der deutschen Wetteraufzeichnungen, dies spürten wir auch in unserer Gemeinde.

Mit über 18.500 Badegästen gab es auf der einen Seite einen erfreulichen Besucherrekord, auf der anderen Seite machte dieses trockene Jahr der Landwirtschaft sehr zu schaffen.

Wirtschaftlich konnte sich die Gemeinde Niederau weiter stabilisieren und senkte so zum Beispiel die Pro-Kopf-Verschuldung auf gute 71,00 € pro Einwohner.

Profitiert haben wir von der guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland und daraus resultierenden höheren Einnahmen bei der Einkommenssteuer und der gestiegenen Gewerbesteuer.

Durch diese stabile Liquidität konnten wir fürs kommende Jahr investive Fördermaßnahmen von rund 850.000 € beantragen, da die nötigen Eigenmittel vorliegen.

Die größte Investition war in diesem Jahr der Anbau an der Kindertagesstätte Ockrilla, hier sollen ab 2019 zusätzlich 15 Krippenkinder betreut werden.

Auch der Bau des Spielplatzes an der Grundschule Niederau soll für die Kindergarten- und Hortkinder im kommenden Jahr die Bedingungen weiter verbessern.

Nach rund 6 Jahren waren endlich alle Genehmigungen zur Entschlammung des nördlichen Schlossteiches zusammen, hier wurden rund 1.800 Tonnen entsorgt.

Jetzt kann das Schloss statisch gesichert werden und mit viel Glück kann vielleicht schon zum Jahreswechsel 2019/2020 wieder Wasser in den Schlossteich fließen.

Eine bedeutende Maßnahme war auch die Entsorgung des Walles vom ehemaligen Sportplatz am Siedlerweg.

Seit den 1990er Jahren ist eine teilweise Bebauung des Geländes lt. Flächennutzungsplan vorgesehen.

Vor rund 3 Jahren wurde mit der Aufstellung des Bebauungsplanes begonnen und nach Analyse des Walles stand die nötige Entsorgung fest.

Die rund 4.800 Tonnen Wall bestanden hauptsächlich aus Asche, Glas und Baustellenabfällen, ich bin froh, dass diese Altlast entsorgt wurde.

Nicht froh bin ich über den Verlust der rund 60 Jahre alten Linden, welche in all unseren Planungen stehen bleiben sollten. Da diese jedoch in den Damm gepflanzt wurden, stellte sich bei den Bauarbeiten heraus, dass die Bäume nun nach Entsorgung des Walles nicht mehr die erforderliche Standsicherheit haben.

Auch wären noch erhebliche Massen als Schutt im Boden verblieben, was weder unserem noch dem Ansinnen des Umweltamtes entsprach.

Natürlich unterliegt auch die Gemeinde Niederau ihrer eigenen Gehölzschutzsatzung und somit werden doppelt so viele Bäume in entsprechender Größe gepflanzt, alle samt im Bereich des ehemaligen Sportplatzes.

Das Jahr 2018 lassen mich jedoch auch an viele kulturelle Höhepunkte denken. Jeder unserer Ortsteile stellen ein vielseitiges kulturelles Leben auf die Beine, besonders hervorheben möchte ich die Veranstaltungen auf dem Gellertberg, das erste Gröberner Oktoberfest „Gröberner Wies`n“, die 90 Jahrfeier im Waldbad, Veranstaltungen im Schlossareal, Winzerveranstaltungen, die Dorffeste in den einzelnen Orten, Maibaumstellungen und und …….

Man möge es mir nachsehen, wenn ich noch etwas nicht benannt habe.

Bei allen Organisatoren und Veranstaltern, auch den hier nicht genannten, bedanke ich mich recht herzlich, sie organisieren für uns alle ein Stück Heimat, womit sich der Großteil unserer Einwohner identifiziert.

Ich wünsche uns allen eine besinnliche Adventszeit, einen guten Rutsch ins Jahr 2019 und viel Gesundheit für das, was wir uns alle für das kommende Jahr vorgenommen haben.

Ihr Bürgermeister

Niederau, 6. Dezember 2018