Meine Meinung zur… … Hitze 2018

Mit wenigen Unterbrechungen herrschen auch bei uns seit April extrem hohe Temperaturen.

Wie im ganzen Land meint es der Sommer 2018 auch bei uns extrem gut.

Mit Ausnahme unseres Waldbades, welches aller Wahrscheinlichkeit nach rekordverdächtige Besucherzahlen für 2018 verzeichnen wird, werden andere Bereiche stark belastet.

Unsere landwirtschaftlich geprägte Heimat musste sich auf zum Teil große Ernteeinbußen einstellen, die Dürre brachte hier manche Kultur zum frühen Reifen – Ertragsausfälle gehen damit einher.

Der zweite Schnitt auf unseren Wiesen wird ebenfalls durch die Hitze und des fehlenden Regens nur einen Bruchteil der gewohnten Erträge erzielen.

Die Biogasanlage im Recyclingpark Gröbern kann rund 6,5 Millionen kWh Biostrom und rund 240.000 kWh Biowärme pro Jahr erzeugen, aber auch diese Biomasse, hauptsächlich Mais, war von den hohen Temperaturen nicht verschont geblieben.

Landwirtschaftliche Flächen sind begrenzt und umso schlechtere Witterungsbedingungen vorherrschen, umso stärker muss man sich die Frage stellen, wie „Öko“ ist der Strom, wenn auf der anderen Seite das Futter für unsere Tiere knapp wird.

Das unseren Bauern eine stabile, vertraglich gesicherte Abnahme ihres Maises in die Öko-Verstromung wichtig ist, verstehe ich, in Zeiten schlechter Ernten muss jedoch über manche Strategien neu nachgedacht werden.

Doch dies fängt bei der ganz großen Politik an, der Bauer muss von seiner Arbeit leben können, gute Sprüche helfen nur sehr selten.

Die zweite große negative Begleiterscheinung ist die einer hohen Brandgefahr auf den Feldern und im Wald.

Bis jetzt hat sich die Zahl an Einsätzen unserer Freiwilligen Feuerwehren nahezu verdoppelt.

Die Einsätze beschränken sich nicht nur auf unser Gemeindegebiet, es werden auch die Wehren in Meißen, Weinböhla, Ebersbach und Coswig unterstützt. Meistens kann nur durch ein massives Eingreifen Schlimmeres verhindert werden.

Meine größte Wertschätzung gilt den Kameradinnen und Kameraden unserer Freiwilligen Feuerwehr, die trotz Hitze und anderen widrigen Umständen unser Hab und Gut und manchmal auch unser Leben schützen.

Einen Dank auch an die Arbeitgeber unserer Kameraden und die selbstständigen Kameraden, dass ausfallende Arbeitszeiten kompensiert werden müssen, ist auch ein wichtiger Beitrag für unser aller Sicherheit und hoch zu schätzen.

Zum Schluss noch ein Aufruf an alle jungen Familien, die sich in unserem schönen Niederau niederlassen.

Gemeinsam mit unseren aktiven Feuerwehrkameraden rufe ich Sie auf, sich aktiv in einer unserer Feuerwehren zu engagieren.

Frei nach John F. Kennedy:

Frag nicht, was Dein Land für Dich tun kann,

sondern was Du für Dein Land tun kannst!“

In diesem Sinne,

Ihr Bürgermeister

Niederau, 08.08.2018