Verunreinigungen durch Hundekot und Anleinpflicht im Gemeindegebiet

Die auf den öffentlichen Straßen, Wegen und Anlagen immer wieder festzustellenden Hinterlassenschaften der Vierbeiner stellen ein großes Ärgernis dar.

Sollte es im öffentlichen Verkehrsbereich zur Verrichtung der Notdurft des Hundes kommen, ist der Hundehalter verpflichtet, den Kot unverzüglich in geeigneter Art und Weise zu beseitigen.
Dieser Sachverhalt ist in § 4 Abs. 2 der Polizeiverordnung der Gemeinde Niederau verankert und kann bei Zuwiderhandlung mit einer Geldbuße von bis zu 1.000 Euro geahndet werden.
Einige verantwortungsbewusste Hundehalter führen deshalb einen Plastikbeutel mit sich und nehmen die Abfälle unmittelbar nach Entstehen auf.

Da sich die Verfolgung und Ahndung von Verstößen sehr schwierig gestaltet, sollte die Frage der Überzeugung der Hundehalter zu rechtskonformen Handeln ein allgemeines Anliegen aller Einwohner sein.
Gerade in dicht bewohnten Bereichen führt das Verhalten einzelner Hundehalter besonders für Missmut und alle Betroffenen, ob Hundehalter oder nicht, sollten für eine Verbesserung des Verhaltens auftreten.
Es wird von Hundehaltern oft angeführt, dass sie ja Hundesteuer zahlen und somit eine Verunreinigung geldlich „abgedeckt“ sei. Eine solche Argumentation verbietet sich schon allein aus der rechtlichen Einordung des Begriffs der „Steuer“. Danach handelt es sich nämlich um eine Geldleistung, die keinen Anspruch auf eine Gegenleistung erwirkt.

An dieser Stelle muss auch noch einmal auf die nach § 3 Abs. 2 der Polizeiverordnung festgeschriebene Anleinpflicht im öffentlichen Verkehrsraum verwiesen werden.
Wir bitten die Hundehalter dies, auch im Sinne aller Einwohner der Gemeinde Niederau, zu beachten.

Gemeinde Niederau
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