Breitbandausbau in der Gemeinde – Arbeitsstand Januar 2021

(Quelle Headerbild: neurolle – Rolf  / pixelio.de)

Rückblick

Seit September 2019 führte die Gemeinde, gemeinsam mit technologischen und juristischen Beratern, das Ausschreibungs- und Vergabeverfahren zur Vergabe der Ausführungsleistungen an große Telekommunikationsunternehmen (wie beispielsweise Deutsche Telekom, Vodafone oder ENSO) durch. Im Nachgang der Bietergespräche (Stand September 2019) erfolgte die Nachmeldung von knapp 120 Adresspunkten durch mehrere am Verfahren beteiligte Bieter. Diese gemeldeten Adressen wurden von der Gemeinde, dem technischen Beraterstab sowie vom Projektträger des Bundes, der ateneKOM GmbH, auf Plausibilität und Förderfähigkeit geprüft. Diese Prüfungen wurden im Sommer 2020 abgeschlossen und mit positivem Ergebnis den technischen und juristischen Beratern übermittelt. Das Ziel war es, möglichst viele der nachgemeldeten Adressen in das laufende Verfahren mit aufzunehmen, was jedoch eine Verlängerung des Verfahrens zur Folge hatte. Somit erhöht sich die Anzahl der zu erschließenden Haushalte und Gewerbeeinheiten um ein Drittel, was eine flächendeckendere Versorgung zur Folge hat.

Parallel dazu führte der Landkreis Meißen ein separates Markterkundungsverfahren (MEV) durch, wobei 60 weitere Adresspunkte (Stand Dezember 2019) auf dem Gebiet der Gemeinde Niederau ermittelt wurden. Diese Adresspunkte konzentrieren sich insbesondere auf die Ortslage Ockrilla und den Verlauf der Grenzstraße in der Ortslage Niederau. Da es sich um ein separates Markterkundungsverfahren handelt, ist eine Aufnahme dieser Adressen in das Ausbauverfahren der Gemeinde Niederau nicht möglich. Deren Erschließung wird im Zuge des Ausbauprojektes des Landkreises Meißen realisiert.

Nach der Freigabe der Adressnachmeldungen durch die ateneKOM wurden bis Oktober 2020 die Ausschreibungsunterlagen für die finale Angebotsaufforderung vorbereitet. Mitte Oktober 2020 wurden die verbleibenden Bieter zur Abgabe eines finalen Angebotes aufgefordert. Diese Phase des Ausschreibungs- und Vergabeverfahrens endete am 18.12.2020. Bis zu diesem Tag haben drei der vier beteiligten Telekommunikationsunternehmen ein Angebot eingereicht. Aus den eingereichten Angeboten geht ein potenzieller Realisierungszeitraum inklusive Planung und Tiefbauarbeiten und einer Fertigstellung zwischen Mitte 2022 und Ende 2024 hervor. Somit rechnen wir frühestens im Sommer/Herbst 2022 mit einer Inbetriebnahme des Netzes. 

Wie geht es weiter?

Gegenwärtig werden die drei eingereichten Angebote durch unsere technischen und juristischen Berater auf Wirtschaftlichkeit und technische Richtigkeit geprüft. Diese werden der Gemeinde Niederau in den nächsten Wochen einen Vergabevorschlag unterbreiten, welcher dem Gemeinderat präsentiert wird.

Mittels Gemeinderatsbeschluss wird der wirtschaftlichste Bieter beauftragt, nachdem das ausgewählte Angebot durch die Bundesnetzagentur geprüft wurde. Die Prüfung durch die BNetzA wird schätzungsweise 8 Wochen dauern.

Unter Voraussetzung eines reibungslosen Ablaufes hoffen wir, im Frühjahr 2021 das am wirtschaftlichsten bietende Telekommunikationsunternehmen zu beauftragen.    

Für weitere Fragen und Anregungen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Maximilian Busch
techn. Sachbearbeiter Bauamt